Ich weiß nicht mehr genau, wie ich auf Saboteur aufmerksam geworden bin – wahrscheinlich war es mal wieder ein Visions-Review. Dass ich das Debüt-Album A place where painters meet dann gekauft habe, lag an dem Song A Cabbage White, den ich nicht mehr aus dem Ohr bekam. Und dass ich die Platte immer mal wieder gern zum Hören hervorkrame, mag auch an dem Jahrzehnt meiner eigentlichen musikalischen Sozialisation liegen.
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10Feb
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11Mai
Begeben wir uns in die ideale Rezeptionssituation für diese Band: Es ist nachts, der Vorortzug rast durchs Stadtgebiet. Die Musik aus den Kopfhörern ist so laut, das Nebengeräusche weitestgehend übertönt werden. Der Zug rückt in den Hintergrund, das Gehirn addiert Sound und nächtliche Landschaft zu düsteren Soundlandschaften und es entsteht die surreale Stimmung, die der Musik angemessen ist.
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09Apr
Das Debut von Archive: Londinium war ein rundherum gelungenes und reinrassiges Trip-Hop-Album zwischen Lounge und Beat, zwischen Soul, Indierock und Rap. Wahrgenommen wurde es jedoch als kleines Beiboot im Fahrwasser der damals angesagten Bristol-Größen – allen voran Massiv Attack. Dort droht es unterzugehen und als auch die Mannschaft an Bord in Zwist geriet, wurde es kurzer Hand versenkt.
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19Feb
Musik von Caspian ist wie abstrakte Malerei. Da wird expressiv der breite Pinsel geschwungen. Dazwischen ist Platz für kräftige Linien, feine Pinselstriche und zarte Farbtupfer. Auf grober Leinwand entstehen so Klanggemälde im Panaroma-Format. Als Farbton dominiert grau-blau mit einigen rostroten Spritzern.
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02Dez
Eine verlassene Westernstadt liegt im Regen. Wie dicke Regentropfen vom hölzernen Dachvorsprung tropfen die Töne vom Griffbrett der E-Gitarre. Dazu kommen sägende Feedbacks, perlende Slides und eine Atmosphäre, so staubtrocken wie der Rachen nach dem letzten Wüstensturm. Mit der Gitarre im Mittelpunkt spielt das Hamburger Trio die Filmmusik zum Kopfkino-Western.
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